Verabschiedung von Herrn Bahns
Jederzeit wieder Lehrer werden
Herr Bahns
Nach fünf Jahren als Schulleiter der Realschule Hittfeld ist Heinrich Bahns zum Schuljahresende in Pension gegangen, doch Langeweile wird bei ihm nicht aufkommen: Der 64-Jährige ist sehr musikbegeistert, spielt Klavier und Gitarre und besucht für sein Leben gern Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen. "Darum werde ich mich intensiv kümmern", sagt er.
"Wenn kein Wind geht, rudere" - diesen Spruch hat der Pädagoge aus Dinklage im Kreis Vechta in diesem Jahr seinen letzten Zehntklässlern bei der Abschlussfeier mit auf den Weg gegeben. Auch für ihn selbst war dies immer eine Art Wahlspruch, denn die Entscheidung, Lehrer zu werden, traf er sehr bewusst: "Schon während meines Studiums habe ich an einer Berufsschule unterrichtet und hatte einen Lehrauftrag an einem Gymnasium", sagt der Mathematik- und Physiklehrer. "Dabei habe ich gemerkt, dass ich gut mit den Schülern zurechtkomme und Spaß an der Arbeit habe." So absolvierte er sein Studium in Münster, Tübingen und Hamburg. In der Hansestadt schloss er auch sein Referendariat ab. Anschließend wurde er als Lehrer in einer Haupt- und Realschule in Vechta tätig, wo er sich auch zum Beratungslehrer ausbilden ließ. "In dieser Zeit habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die mir später als Schulleiter sehr dienlich waren", erzählt er.
Ebenfalls eine bewusste Entscheidung war der Wechsel in Richtung Schulleitung: "Nach einigen Jahren habe ich gemerkt, dass ich auf die Ebene wechseln will, wo die Entscheidungen getroffen werden", erzählt Bahns. So wurde er Konrektor einer Haupt- und Realschule im Holdorf im Oldenburger Münsterland, schließlich Leiter einer Orientierungsstufe in Oldenburg, bevor er dann nach Hittfeld kam.
Die Freude an seiner Tätigkeit hat sich bis ans Ende seines Berufslebens nicht geändert: "Ich würde jederzeit wieder Lehrer werden", sagt Heinrich Bahns, der in den vergangenen 20 Jahren nicht nur in der Schulleitung, sondern auch in den Bereichen Weiterentwicklung von Schule, Lehrerfortbildung und Verbandsarbeit engagiert war.
Ein Presseartikel zum Ruhestand vom 07.07.2011 der Harburger Anzeigen und Nachrichten, Co by Heike Vossberg

